Bertolt Brecht (1898–1956) war ein deutscher Dramatiker, Lyriker und Theatertheoretiker — eine der einflussreichsten Stimmen des 20. Jahrhunderts. Geboren in Augsburg, im Exil in Skandinavien und den USA, ab 1948 in Ost-Berlin am Berliner Ensemble.
Werk
Brechts Hauptwerke sind die Dreigroschenoper (1928, mit Kurt Weill), Mutter Courage und ihre Kinder (1939), Der gute Mensch von Sezuan (1943) und Leben des Galilei (1939). Theoretisch begründete er das epische Theater mit der „Verfremdung" als zentralem Verfahren — Distanz statt Einfühlung, Reflexion statt Mitleid.
Bier in Brechts Werk
Bier ist bei Brecht weniger Symbol als Milieu. In Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny (1930) ist die Trinkstadt Mahagonny ein zentraler Schauplatz; eine berühmte Stelle: „Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral" — gemünzt auf eine Welt, in der Bedürfnisbefriedigung dem ethischen Diskurs vorausgeht.
Augsburger Bier-Tradition begleitet Brechts Biografie: Sein Vater war Direktor einer Papierfabrik, die Familie lebte im Bürgertum mit klaren Trinkgewohnheiten. In Briefen aus dem Exil erwähnt Brecht mehrfach das deutsche Bier als das, was ihm in den USA fehlt — neben der deutschen Sprache.
Wirkung
Brecht hat das deutsche Theater des 20. Jahrhunderts geprägt wie kein anderer. Seine Verbindung von Lyrik, Theaterschrift und politischem Engagement ist bis heute wirkmächtig. Auf einem Dichterbier-Etikett finden sich gelegentlich Brecht-Verse — etwa „Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral".
Verwandte Begriffe
- Trinklied — die Form, in der Brecht oft schrieb
- Vagantendichtung — Vorläufer der Brecht'schen Mahagonny-Lyrik
Im Magazin
Bier-Zitate berühmter Autoren — Goethe bis Bukowski · Sprüche von Bertolt Brecht auf Dichterbier-Etiketten