Hofbräuhaus München

Das Hofbräuhaus in München (offiziell: Staatliches Hofbräuhaus in München) ist eine der bekanntesten Brauerei- und Gastronomieadressen der Welt. Die Brauerei selbst wurde 1589 von Herzog Wilhelm V. von Bayern als Hofbrauerei gegründet — als Versorger für den herzoglichen Hof.

Geschichte

Die ursprüngliche Hofbrauerei war für interne Zwecke gedacht: Der bayerische Hof brauchte gutes Bier, der Import aus Norddeutschland war teuer. Wilhelm V. ließ daher in München brauen lassen.

Unter Maximilian I. (1607) wurde das Weißbier-Privileg dem Hofbräuhaus übertragen — eine Zeit lang durfte nur die Hofbrauerei in Bayern Weizenbier brauen, was eine massive Einnahmequelle für die Wittelsbacher Dynastie war.

Das öffentliche Wirtshaus „Am Platzl" wurde im 19. Jahrhundert gebaut (heutiger Standort seit 1897) und ist seither der berühmte Schwemmehof-Saal, den Touristen in Lederhosen-Klischees in Erinnerung haben.

Heute

Das Hofbräuhaus ist Staatsbesitz (Freistaat Bayern). Die Brauerei wird in Riem betrieben (seit 1988), das Wirtshaus an alter Stelle — mit über 30.000 Gästen pro Tag in der Hochsaison eine der meistbesuchten Gastro-Adressen Deutschlands.

Berühmte Anekdoten: Lenin trank hier während seines Münchner Exils (1900–1902); Hitler hielt im Festsaal 1920 die Gründungsrede der NSDAP — eine Stelle, die bis heute historisch belastet ist.

Bedeutung für die deutsche Bier-Kultur

Das Hofbräuhaus prägt das internationale Bier-Image Deutschlands stärker als jede andere Brauerei. Was viele nicht wissen: das Hofbräuhaus-Bier (typisch das „Münchner Hell") ist nicht obergärig, sondern ein klassisches Lager.

Verwandte Begriffe


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