Rainer Maria Rilke (1875–1926) war ein österreichisch-deutschsprachiger Lyriker — eine der Schlüsselfiguren der modernen Lyrik. Geboren in Prag, lebte in Wien, München, Paris (Sekretär bei Auguste Rodin), schließlich auf Schloss Muzot in der Schweiz, wo seine Hauptwerke entstanden.
Werk
Rilkes Hauptwerke sind die Duineser Elegien (1923) und die Sonette an Orpheus (1923) — beide in einem Schöpfungsschub auf Schloss Muzot vollendet. Davor: Das Stunden-Buch (1905), Neue Gedichte (1907/08), der Roman Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (1910).
Trinken bei Rilke
Bier oder Wein erscheinen bei Rilke selten als explizites Motiv, aber häufig als Gestus. Eine berühmte Zeile aus den Duineser Elegien — „Du musst dein Leben ändern" (eigentlich aus „Archaïscher Torso Apollos") — wirkt im Kontext eines Glases am Abend besonders dicht: das Trinken als Pause, in der die innere Forderung formuliert wird.
In Briefen erwähnt Rilke häufig Cafés, Wein und gelegentlich Bier — als Rahmen für Gespräche und Reflektionen. Der Trinkende bei Rilke ist nicht der Vagant oder Bohemien, sondern der reflektierende Beobachter.
Wirkung
Rilke hat die deutschsprachige Lyrik des 20. Jahrhunderts wie kaum ein anderer geprägt. Seine Sprache findet sich in der modernen Lyrik weit darüber hinaus — von Paul Celan bis zur Gegenwartsdichtung.
Verwandte Begriffe
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