Tucholsky, Kurt

Kurt Tucholsky (1890–1935) war ein deutscher Publizist, Satiriker und Liedermacher — eine der schärfsten Stimmen der Weimarer Republik. Geboren in Berlin, ab 1929 im Exil in Schweden, wo er 1935 starb.

Werk

Tucholsky schrieb für die Weltbühne unter mehreren Pseudonymen — Peter Panter, Theobald Tiger, Kaspar Hauser, Ignaz Wrobel. Seine politischen Glossen, Kabarett-Texte und Lieder zeichneten die Weimarer Gesellschaft pointiert: zynisch, präzise, oft melancholisch unter der Schärfe.

Hauptwerke: Schloss Gripsholm (Roman, 1931), Deutschland, Deutschland über alles (Bildband mit John Heartfield, 1929), Tausende Glossen und Liedtexte.

Bier in Tucholskys Werk

Bei Tucholsky ist Bier Berliner Atmosphäre: die Eckkneipe, der Stammtisch, das gesellige Trinken im Kleinbürgermilieu. Das wird selten verklärt, oft kommentiert. Eine seiner berühmten Zeilen — „Manche Leute werden nie verrückt — was muss das für ein langweiliges Leben sein" — wirkt wie ein Trinkspruch und ist gleichzeitig eine pointierte Beobachtung über das Bürgertum, das er kritisierte.

Wirkung

Tucholskys Werke wurden 1933 verboten. Im Exil verstummt er weitgehend; sein Tod 1935 war wahrscheinlich Suizid. Heute gilt er als einer der wichtigsten deutschen Publizisten des 20. Jahrhunderts; die Tucholsky-Gesellschaft pflegt sein Erbe.

Verwandte Begriffe

Im Magazin

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